In unserer heutigen Zeit hat sich das Spektrum der Kunst und die Art und Weise, wie sie präsentiert wird, enorm erweitert. Alles ist möglich geworden: Beuys, der im Museum eine „Fettecke“ platziert, Christo, der den Reichstag in Berlin in gigantische Stoffhüllen verpackt, Rothko, der monochrome Farbflächen auf großformatige Leinwände aufträgt, usw. Kunst spiegelt damals wie heute den Zeitgeist einer Gesellschaft wider und provoziert mit immer neuen Ausdrucksformen.

Auf mich als Künstlerin wirkt Kunst schön und ansprechend, wenn Farbe, Form und Inhalt eine stimmige Einheit bilden. Meiner Ansicht nach werden Ästhetik und Schönheit in der Kunst über jeden Trend hinaus Bestand haben, denn das Bedürfnis nach Harmonie und Ausgewogenheit der Proportionen kennzeichnet uns als Menschen. Diese Kriterien sind für mich auch eine wichtige Ergänzung für die kunstgeschichtliche Bewertung von Glasscheiben aus der Zeit des Mittelalters bis heute, die ich in Textform für meine Freundin und Galeristin Barbara Giesicke erstelle.

Ein gekürztes Beispiel eines solchen Textes finden Sie im Anhang.

Das Hölzel - Fenster gekürzter Text von Annette Wiegandt