Schon in meiner Kindheit haben mich dekorative Elemente und leuchtende Farben fasziniert: die geschwungenen Ornamente auf dem blauen Wohnzimmerteppich, die bunt bemalten Wandteller in der Küche, das kunstvoll präsentierte Geschirr in der Vitrine und vieles mehr...
Meine Eltern legten großen Wert auf Ästhetik und Schönheit, der ich im Haus überall begegnete, z.B. in der farblich abgestimmten Kombination von Porzellangeschirr und Tischtüchern oder den Mustern von Gardinen und Tapeten. Dieses Umfeld hat mich schon früh geprägt und mich zum Basteln, Malen, Werkeln und Dekorieren angeregt.

Meine erste Begegnung mit der klassischer Kunst ist mir heute noch lebhaft in Erinnerung: ein bisschen aufgeregt und schüchtern stand ich im Alter von etwa 12 Jahren an der Kasse der Baden-Badener Kunsthalle und fragte nach dem Eintrittspreis – etwa 50 Pfennig betrug er damals. Mit diesem kleinen ‚Schatz’ von meinen Eltern ausgestattet, passierte ich wenige Tage später die bunten Plakate am Eingang und versank ganz in den Anblick der Pferdedarstellungen aus verschiedenen Epochen. Die Pferdezeichnungen von Franz Marc hatten es mir ganz besonders angetan und ich begann, einige der Pferdebilder nachzumalen.